ALLBEKANNT UND VIEL BESUNGEN

"Wir haben einen Namen aus der griechischen Mythologie für die neue Flybridge in der Riva-Flotte gewählt: Die Argo war das erste Schiff, das die Meere befahren hat – mit ihren  berühmten Argonauten, die sich auf die Suche nach dem Goldenen Vlies gemacht haben", sagte Alberto Galassi, CEO der Ferretti-Gruppe, bei der Vorstellung der 28,49 Meter über Alles langen, neuen Riva 90 Argo (Länge Wasserlinie 23,10 Meter). Text_Matt.Müncheberg, Fotos_Riva/Ferretti Group

 

Wie in der Argonautensage, dem bekannten Themenkomplex der griechischen Mythologie, welcher von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub handelt, und der von der ARGO als einem  „sagenhaft schnellen Schiff“ spricht, ist auch der neueste Wurf aus Sarnico, die Riva 90, durchaus flott unterwegs: Auf einen maximalen Speed von bis zu 30 Knoten (56 km/h) bringt es die neuzeitliche ARGO – jedenfalls, wenn der Käufer als Option die mit 2 x 2.435 PS (gesamt: 4.870 PS) befeuerte, stärkste Motorisierung mit zwei MTU-Antrieben des Typs 16V 2.000 M96 wählt.

 

Der Cruising Speed wird von der Werft dann mit 26 Knoten (48 km/h) angegeben; so soll  man immerhin 300 Seemeilen (555 Kilometer) unterwegs sein können, bevor die nächste Tankstelle angefahren werden muss. Bei maximaler Geschwindigkeit reduziert sich die Reichweite auf 275 Seemeilen (509 Kilometer).

 

Auch wenn man die standardmäßig mit 2 x 1.948 PS leistenden „schwächsten“ MTUs der 12V 2.000 M96L-Serie wählt, kommt man nicht viel weiter: Bei einem Cruising Speed von 22 Knoten (41 km/h) reicht der maximal 8.700 Liter fassende Treibstofftank – nach Werftangaben – maximal 320 Seemeilen (593 Kilometer) weit; mit einem dann erreichbaren Top Speed von 26 Knoten (48 km/h) sind es nur noch 300 Seemeilen – so viel wie in der Power-Variante bei gleichem (Cruising-Speed) erreicht werden.

 

Hier enden auch schon die Gemeinsamkeiten der historischen mit der neuzeitlichen ARGO, auf die schon Homer Bezug genommen hatte: In der Odyssee erzählt Kirke dem Odysseus, dass die Argo mit Heras Hilfe erfolgreich durch die Plankten – zwei im Meer treibende überhängende „Irrfelsen“, gegen die eine starke Strömung brandet – gesegelt sei. Denn: abgesehen davon, dass die mythische ARGO – das zeigt die Verwendung des Epithetons πᾶσι μέλουσα - „allbekannt“ war und „viel besungen“ wurde und auch die neue ARGO von Riva schliesslich auf ein großes mediales Interesse stieß, dürfte sich der Komfort an Bord des Klassikers doch wohl eher in Grenzen gehalten haben.

 

Nicht so bei der neuen Riva 90 ARGO: Bereits zum Zeitpunkt seiner Vorstellung in Cannes 2019 dürfte der jüngste Neuzugang der neuen Flybridge-Generation mit seinen großen Räumen, dem neuen Cockpit-Layout und der Doppel-Master-Kabine ein neues Kapitel in puncto Komfort und Design in der Riva-Geschichte geschrieben haben. Und auch in Bezug auf ihre Dimensionen macht die neue Riva durchaus Sinn, denn mit einer Länge über Alles von 28,49 Metern und einer Breite von 6,50 Metern schließt die neue ARGO auf zu ihren größeren Schwestern, den Riva-Vorgängerinnen 100 Corsaro und 110 Dolcevita (MEER & YACHTEN berichtete).

 

Auch bei der neuen Riva 90 setzte das Unternehmen wieder auf die bewährte Partnerschaft  zwischen Officina Italiana Design (dem von Mauro Micheli und Sergio Beretta gegründeten Design-Studio) und dem Produktstrategie-Komitee der Ferretti-Gruppe unter der Leitung von Ingenieur Piero Ferrari. Herausgekommen ist eine Yacht, bei der die aerodynamischen Eigenschaften des Profils der neuen Flybridge durch eine Reihe markanter äußerer Designmerkmale unterstrichen werden. Dazu gehören neben den großen Rumpffenstern die langen, voll verglasten Fenster auf dem Hauptdeck und die hinteren seitlichen Strukturen mit Glasoberflächen.

 

Im Heck bietet eine Garage Platz für einen Tender Williams Sportjet 395 und einen Jet-Ski, die unabhängig voneinander gestartet werden können – nicht schlecht für eine Yacht dieser Größe. Die sechs Quadratmeter große Badeplattform ist mit einer einklappbaren Leiter ausgestattet: Während die Badeplattform abgesenkt wird, tauchen die Stufen rechts teilweise unter, zusätzliche Stufen im oberen Teil des Hecks bilden dann eine zusammenhängende,  bequeme Treppe zum Einstieg in das Wasser und einen Aufstieg zurück an Bord. Eine  darüber hinaus verfügbare elektrohydraulische Edelstahl-Leiter bleibt als Reserve.

 

Das Cockpit ist mehr als 30 Quadratmeter groß und verfügt über ein komplett neues Layout, welches sich perfekt zum Entspannen und zum Speisen eignet. Der Schutz dieses sensiblen Bereiches erfolgt achtern durch eine feste Windschutzscheibe aus Stahl und Glas. Zwei große Sofas sind hier in Längsrichtung angeordnet und gruppieren sich um einen niedrigen,  zentralen Tisch. Technischer Clou: die Sofas können sich mittig auf den Tisch zubewegen und können so im Handumdrehen ein großes Sonnenpolster von etwa sechs Quadratmeter bilden. Der Tisch kann optional auch als Esstisch für bis zu acht Personen dienen.

 

Generell wurde bei dem neuen Neunzigfüsser aus architektonischer Sicht strikt darauf geachtet, dass der direkte Kontakt mit der maritimen Umgebung nirgends blockiert wird. So wurde etwa auch die Flybridge-Zugangstreppe in den Aufbau eingelassen, der sie schützt – und nebenbei auch in den Seitenansichten verbirgt. Dies bedeutet nicht nur eine  Erhöhung der Standards für Komfort und Sicherheit an Bord; diese Alternative wurde unter anderem auch deshalb gewählt, um den Bedürfnissen des amerikanischen Marktes gerecht werden zu können.  

 

Auch das Cockpit-Layout wurde auf der neuen ARGO weiterentwickelt: Es kommt mit einer Bar, zwei Hockern, zwei Sofas und einem Kaffeetisch von Szene-Designerin Paola Lenti daher. Der von einem Rahmen getragene Aufbau auf dem Hauptdeck besteht aus vielen großen Glasfenstern. Die fast 40 Quadratmeter große Lounge ist zum Meer hin offen und ist mit zwei Loungesesseln, einem L-förmigen Sofa und einem in einer Edelstahl-Platte  montierten Fernseher ausgestattet. Direkt dahinter befindet sich der Essbereich mit einem großen Tisch und Platz für bis zu acht Personen.

 

Eine besondere Note verleihen der eleganten Yacht die Panorama-Balkons, die an beiden Seiten, jeweils in der Nähe der Fenster eingebaut wurden. Wie sonst auch bei größeren Yachten üblich, wurden die Gäste- und die Crew-Wege an Bord strikt getrennt, um möglichst viel Privatsphäre gewährleisten zu können. So befindet sich etwa auf der Backbordseite der Eingang zur Kombüse, die auch über eine eigene Zugangstür vom Außen-Gangbord her verfügt; hier geht es auch hinunter zum Crewbereich. An Steuerbord befindet sich der Eingang zur erhöhten Steuerstation mit einer integrierten Loop-Brücke, die in Zusammenarbeit mit Naviop/Simrad entwickelt wurde.

 

Der Steuerstand verfügt über mehrere 16- (oder auf Wunsch auch 19 Zoll große)  Touchscreens, welche die gesamte Überwachung der an Bord befindlichen Systeme ermöglichen soll, sowie alle wichtigen Navigations- und Steuerinstrumente. Direkt davor befindet sich die 30 Quadratmeter große Master-Suite mit einem Bett in der Mitte, einem begehbaren Kleiderschrank und einem großen Bad. Ein zentrales Dachfenster sorgt für Tageslicht in der Suite.

 

Im vorderen Außenbereich befindet sich eine private Lounge, die durch Vorhänge abgeschirmt werden kann und mit einem C-förmigen Sofa ausgestattet ist. Auf Wunsch kann hier zusätzlich auch ein ausziehbarer Tisch hinzugefügt werden. So entsteht im Handumdrehen ein zusätzlicher Essbereich - oder Platz für ein weiteres, größeres Sunpad.

 

Zum Unterdeck gelangt man durch einen Eingang an der Steuerbord-Seite des Hauptdecks. Hier wurde – neben einem Dayhead – gleich drei VIP-Doppelkabinen mit en-suite Bädern untergebracht, die allesamt eine Höhe über zwei Meter aufweisen. Die 20 Quadratmeter große Achterkabine ist eigentlich eine vollwertige zweite Master-Suite, welche über die gesamte Schiffsbreite reicht – hier können sich die Gäste wie „echte Eigner“ fühlen. Hinter dem Bett befinden sich ein begehbarer Kleiderschrank sowie ein großes Badezimmer, die nicht nur hübsch anzuschauen sind, sondern ganz nebenbei auch hervorragend zur Schall-Isolierung zum Maschinenraum hin beitragen.

 

Im vorderen Teil des Unterdecks befindet sich der Crewbereich. Dieser enthält eine praktische Essecke sowie zwei Doppelkabinen mit Etagenbetten, beide jeweils mit eigenem Bad und separater Dusche ausgestattet.

 

Die groß anmutende Flybridge der neuen ARGO 90 ist mit 46 Quadratmetern tatsächlich üppig dimensioniert und wurde mit freistehenden Möbeln bestückt. In der Mitte der Backbordseite lädt eine gemütliche Bar mit zwei Hockern zu einem Kaffee oder zu einem Drink ein. Gegenüber befindet sich ein luftiger Essbereich mit einem L-förmigen Sofa, einem  Corian-Tisch mit Edelstahl-Einfassung und einigen Stühlen. Auf der Steuerbordseite des Vordecks befindet sich eine einziehbare Monkey-Bridge mit einem Co-Pilotensofa auf der Backbordseite. Ein großes Glasdach-Fenster im Hardtop lässt weiteres natürliches Licht ins  Cockpit fließen.

 

Wie schon die etwas größere Schwester der ARGO, die Riva 110 Dolcevita, verfügt auch der Neunzigfüsser über ein sogenanntes „Infinity-Deck“ – mit ununterbrochenen Wohnbereichen vom Heck bis zum Vordeck dank direkter Verbindungen zwischen der Flybridge, dem vorderen Außenbereich sowie dem Cockpit.

 

Die Atmosphäre in der ersten gebauten Einheit der neuen Riva 90 ARGO wird durch  klassische Stilmerkmale von Riva bestimmt: Eleganz, soweit das Auge reicht – sowohl auf dem Hauptdeck als auch auf dem Unterdeck – mit einem attraktiven Material-Mix aus Lack, Holz, Leder und Stahl. Als Holzart wird auf der „Baunummer 1“ übrigens hauptsächlich englisches Nussbaumholz verwendet, welches nach Werftangaben „perfekt zu den dunklen Tönen der Decke passen“ soll. Ergänzt wird diese Ausstattung durch korrespondierende  Möbelbezüge aus Leder und die etwas helleren Farben des Parketts sowie der sonstigen Stoffe, Sofas und Polster.  

 

Eine herausragende Rolle beim Interieur spielen auch verspiegelte Stahloberflächen. Die sind anzutreffen in Form von Standsäulen an den Seiten des Schiffes, bei einer Reihe von Möbeln im offenen Raum des Hauptdecks, die Treppe hinunter zu den Gästebereichen und in der dazugehörigen Lobby. Das Innendesign in der Lounge umfasst ein großes titanfarbenes, L-förmiges Sofa von Andersen Minotti, einen Couchtisch von Acerbis sowie zwei Rivera-Sessel von Frag. Schwarze Ledersessel von Cassina umgeben einen Esstisch aus Glas mit Chromfuß von Acerbis.

 

Die gelungene Mischung aus Materialien und Farben aus der Lounge findet sich auch in der Eigner- und den drei Gästekabinen. Englischer Nussbaum steht auch hier im Mittelpunkt – mit schwarzen Lackdecken und weißen Lackabschnitten sowie Stahlstruktur-Säulen, die einen interessanten Spiegeleffekt schaffen. Ergänzt wird das Interieur hier durch das weiße Leder, welches die Betten, die Kopfteilwände und die Nachttische bedeckt. Dieses bildet einen guten Kontrast zu dem schwarzen Leder und dem Lack, welchen etwa den TV - Ständer und den Schreibtisch / Schminktisch in der Eignerkabine ziert sowie zu den  Stahlmöbeln und den TV-Spiegeln in den Gästekabinen.

 

Die Einrichtung stammt von handverlesenen Design-Schmieden wie etwa Casamance, Penelopeoggi, RevéHome und Gentili & Mosconi. In den Bädern gibt es Calacatta Australe-Marmor für die Oberflächen der Waschbecken, Duschen und Böden – da dürften kaum Wünsche offen bleiben. Alle freistehenden Möbelstücke auf der Flybridge stammen von Roda.

 

Wie bereits eingangs beschrieben, ist die neue Riva 90 mit zwei MTU 12V 2.000 M96L-Motoren mit einer Leistung von jeweils 1.948 PS bestückt. Alternativ stehen zwei weitere Motortypen zur Verfügung: Die erste Einheit (Testschiff) wurde mit den kräftigsten Twins ausgestattet (MTU 16V 2000 M96-Motoren mit jeweils 2.435 PS). Die dritte (mittlere) Option sind ebenfalls Twins von MTU des Typs 16V 2.000 M84 mit einer Leistung von 2 x 2.218 PS.

 

Diese ermöglichen der neuen Flybridge-Yacht, mit 24 Knoten (44 km/h) zu cruisen, oder sie auf maximal 28 Knoten (52 km/h) zu beschleunigen (vorläufige Daten). So soll nach Werftangaben eine Range von 300 Seemeilen (555 km, Top Speed) bzw. 275 Seemeilen (509 km, Cruising Speed) erreicht werden können. Die Yacht verfügt standardmäßig über zwei Stabilizer-Fins; wer will, installiert zusätzlich ein Seakeeper-System mit einem Anti-Roll-Gyroskope, wie sie auf der ersten Einheit zu finden sind (Option).

 

Ein besonders innovatives Feature auf der neuen ARGO ist die E-Steer-Lösung von Twin Disc mit Dual Bus und Speed Sensing-Technologie: die elektronische Lenkung bewegt die Ruder unabhaängig voneinander dynamisch mit zuverlässiger Hydraulik-Kraft. So sollen bei allen Geschwindigkeiten ideale Winkel gefahren werden können. Das ist gut für den Speed, der bedenkenlos auch während Kurvenfahrten beibehalten werden kann, und das ist gut für das Handling der 88,5 Tonnen verdrängenden Yacht.

 

„Die alten Griechen waren die Ersten, die einen Kanon der Schönheit und Perfektion aufstellten, welcher bis heute Kreativität und Design ausstrahlt“, sagte Alberto Galassi, CEO der Ferretti-Gruppe, bei der Vorstellung der knapp 30 Meter langen Riva. Mit der neuen  ARGO 90 sei – daran anknüpfend – nun eine Flybridge entstanden, die den „faszinierenden Charme zeitloser Ästhetik meisterhaft mit Praktikabilität, Stil-Elementen und technologischer Innovation“ verbinde. Weitere Informationen: riva-yacht.com

 

 

 

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN RIVA 90 ARGO

Länge über Alles: 28,49 m

Rumpflänge: 23,98 m

Länge Wasserlinie: 23,10 m

Breite max.: 6,50 m

Tiefe (unter Props, voll beladen): 2,15 m

Höhe über Alles (ab Kiel): 8,60 m

Verdrängung (unbeladen/beladen): 85/98 t

Personen an Bord max.: 20

CE-Kategorie: A (Hochsee)

Kraftstoff: 8.700 l

Wasser: 1.320 l

Motorisierung (Standard): 2 x MTU 12V 2.000 M96L mit jeweils 1.948 PS bei 2.450 U/min

Option 1: 2 x MTU 16V 2.000 M84 mit jeweils 2.218 PS bei 2.450 U/min

Option 2: 2 x MTU 16 V 2.000 M96 mit jeweils 2.435 PS bei 2.450 U/min

Max. Speed (Standard/Option 1/Option 2): 26/28/30 kn (48/52/56 km/h)

Cruising Speed (Standard/Option1/Option 2): 22/24/26 kn (41/44/48 km/h)

Reichweite bei max. Speed (Standard/Option 1/Option 2): 300/275/275 sm

Reichweite bei Cruising Speed (Standard/Optin 1/Option 2): 320/300/300 sm

 

 

 

ARGO – EIN MYTHISCHER NAME

 

Ihren Ausgangspunkt hat die Argonautensage im Machtkampf um das Königreich Thessalien in Griechenland. Pelias, der König, der sich die Macht in Thessalien von seinem Bruder Aison gesichert hatte, erhält einen Orakelspruch. Er solle sich vor einem Einschuhigen aus der griechischen Stadt Iolkos hüten.

 

Göttermutter Hera bittet Pelias‘ Neffen Iason, ihr bei der Überquerung eines Baches zu helfen, wobei dieser einen Schuh verliert. Als Iason, der Sohn des Aison, vor seinen Onkel tritt, erkennt dieser sofort, wen er vor sich hat, und greift zu einer List. Er verspricht seinem Neffen den Thron, wenn dieser das Goldene Vlies, das sehr wertvolle Fell eines Widders, vom Ende der Welt in die Heimat zurückhole. Pelias denkt, dass dies eine Reise ohne Wiederkehr ist.

 

Das Goldene Vlies des Widders Chrysomallos, auf dessen Rücken die Zwillinge Phrixos und Helle vor ihrer Stiefmutter Ino geflohen waren, befindet sich im Hain des Ares in Kolchis. Um dorthin zu gelangen, lässt Iason von Argos die mit 50 Rudern bestückte Argo bauen.

 

Iason gelingt es schliesslich nach vielen erfolgreich bestandenen Abenteuern, das Vlies an sich zu nehmen. Über die Heimfahrt der Argonauten weichen die Sagen sehr voneinander ab. Einig sind sich die Überlieferungen darin, dass die Argonauten noch eine Weile zu Land und zu Wasser durch die Gegend irren, bis sie endlich auf der Insel Ägina landen und in die Heimat zurückkehren.

 

Nach Ovid lebte Aison noch bei Iasons Rückkehr und wird von Medea verjüngt. Iasons Mutter hatte den Pelias verflucht und sich getötet; ihren Sohn Promachos hatte Pelias ermordet. Nun kommt Iason und überreicht das Goldene Vlies. Pelias allerdings verweigert Iason den Thron, den er ihm im Gegenzug für das goldene Vlies versprochen hatte.

 

Nachdem er die Argo Poseidon geweiht hat, fordert Iason Medea auf, ihm bei der Rache an Pelias zu helfen. Sie redet seinen Töchtern ein, dass sie Pelias verjüngen könnte, wenn sie ihn zerstückeln und kochen, was diese tun. Medea aber hat nicht vor, ihren Verjüngungszauber erneut wirken zu lassen, so dass Pelias auf diese Weise umkommt.

 

Sein Sohn Akastos begräbt seinen Vater und vertreibt Medea und Iason. Diese fliehen nach Korinth, in das Reich des Königs Kreon. Dort leben sie glücklich zehn Jahre lang...

 

„Die Argonauten“ – aus: Griechische Sagen, nacherzählt von Richard Carstensen, dtv 2005

 

 


PEARL 62 – NEUE 18,6 METER-FLY

 

Pearl Yachts-Geschäftsführer Iain Smallridge präsentierte auf der Boot Düsseldorf als Weltpremiere die Pearl 62, die neueste Ergänzung der Pearl Yachts-Flotte. Dass das neue Modell ebenso wie seine Vorgänger auch, ein Erfolgs-Modell wird, dafür sprechen die beauftragten Designer der 19 Meter-Fly: Außendesign und Marinearchitektur stammen von  Bill Dixon, und das Innendesign steuerte Kelly Hoppen MBE bei. Text_Matt. Müncheberg, Fotos_PEARL YACHTS/B.Dixon/K.Hoppen/N.Haddow

 

Die Pearl 62 ist in ihrer Kategorie einzigartig, denn sie verfügt (neben einer separaten Crew Cabin) über vier geräumige Gästekabinen, darunter eine schiffsbreite Eignerkabine  und  separatem Eingang und eigenem Bad – und das auf einer Gesamtlänge von nur 18,61 Meter. Weitere Highlights sind eine geräumige Flybridge in voller Länge mit Wet Bar und eine Kombüse, die direkt zum Heckcockpit führt. Dank des IPS-Antriebs und der Joystick-Steuerung von Volvo ist der Pearl 62 sparsam im Kraftstoffverbrauch, einfach zu handhaben und macht Spaß.

 

„Wir freuen uns, mit der Pearl 62 eine Yacht zu präsentieren, bei der die Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich zu einer hervorragenden Wohnqualität an Bord führt. Diejenigen, die unsere Yachten bereits kennen, werden die sportlichen Außenlinien und die luxuriöse und sorgfältig geplante Innenausstattung erkennen, da wir uns für diese Serie erneut an unser exzellentes Team britischer Designer, Bill Dixon und Kelly Hoppen, gewandt haben. An Bord der Pearl 62 finden die Eigentümer die Qualität und den Luxus, die sie von Pearl erwarten, mit einer Aufteilung, mit der sie ihre natürliche Umgebung in Begleitung ihrer Lieben genießen können“, sagte Smallridge bei der Vorstellung der Yacht in Düsseldorf.

 

Mit ihren sportlichen Linien ist die Yacht unverkennbar mit den anderen Modellen der Pearl-Flotte wie der Pearl 80 und der Pearl 95 verbunden. Durch die Ausstattung mit einem Volvo IPS-Antrieb ist die 62` kraftstoffsparend und vibrationsarm unterwegs – mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 32 Knoten (59 km/h); die Reichweite soll nach Werftangaben mehr als 250 Seemeilen betragen. Wie bei allen neuen Pearl Yachten gibt es auch auf die Pearl 62 eine umfassende Garantie von fünf Jahren, die drei Jahre länger ist als bei den meisten anderen Neu-Booten. pearlyachts.com

 

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN

Länge über Alles: 18,61 m (61 ft)

Rumpflänge: 17,49 m

Breite max.: 5,30 m

Tiefgang: 1,59 m

Motorisierung Standard: 2 x Volvo IPS 950

Motorisierung Option1: 2 x Volvo IPS 1050, Option 2: 2 x Volvo IPS 1200

Verdrängung: 32 t

Max. Speed: 32 kt (59 km/h)

Reichweite bei Cruising Speed: 250 sm

Kraftstoff: 2.750 l

Wasser: 800 l

Gäste-Kabinen / Betten: 4 / 8+1

 

CE-Kategorie: B

 

DESIGNER-STATEMENT KELLY HOPPEN MBE

 

 

„Es war eine Freude, mit Pearl Yachts an der neuesten Ergänzung ihrer Flotte, der Pearl 62, zu arbeiten. Wie bei allen meinen Entwürfen, und entsprechend meinem Ethos wurde alles, vom Zubehör bis zum Finish, unter Berücksichtigung des Luxuskomfort-Aspekts entworfen. In der Yacht-Innenausstattung herrscht ein echtes Gefühl der Ruhe, da ich eine neutrale Farbpalette, luxuriöse Bettwäsche, Kissen und Überwürfe ausgewählt habe".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DESIGNER STATEMENT BILL DIXON

 

„Als wir mit der Pearl 62 begannen, wollten wir die starke Pearl-DNA beibehalten, die durch die 95 und 80 manifestiert wurde, und wir wollten die vier Kabinen und das hohe Maß an Privatsphäre – eine Stärke der Pearl 60 – beibehalten sowie die sportliche Optik. Wir haben unser Ziel mit einer Yacht erreicht, die nur 62 Fuß lang ist.

 

Wir haben mit einem seetüchtigen Rumpf begonnen, dessen Fahrspaß sich durch hervorragende Leistung und Fahreigenschaften auszeichnet.

 

Die Pearl 62 hat einen Volvo IPS-Antrieb, und nur einer der positiven Nebeneffekte dieser Motorisierung ist, dass wir mit dem Motorraum achtern ein zusätzliches Volumen haben für Tender und Water-Toys. Die Pearl 62 hat vier verschiedene Cabins – wie sonst eigentlich nur größere Boote. Die Flybridge ist phänomenal mit verschiedenen Bereichen zum Steuern, Entspannen und Essen und kann in vielen verschiedenen Modi geliefert werden.

 

Das Hardtop hat ein großes Dachluk, so dass der Eigner entscheiden kann, ob er Sonne oder Schatten wünscht. Das achterliche Ende des Salons verfügt über Falt- / Schiebetüren, so dass die Kombüse mit dem hinteren Cockpit verbunden ist, um einen vollständig verbundenen, offenen Effekt zu erzielen.

 

Privatsphäre war auch ein wichtiger Punkt. Die Eignerkabine ist schiffsbreit und hat einen eigenen Eingang vom hinteren Teil des Salons. Ich denke, es ist uns gelungen, eine Yacht zu schaffen, die sich sehr offen anfühlt, vollständig mit der Umwelt verbunden ist und einen attraktiven Lebensstil an Bord bietet. Mit der Pearl 62 haben wir einen Klassenführer in Bezug auf Leistung, Aussehen und Qualität der Erfahrung an Bord geschaffen, der insgesamt hervorragend funktioniert“.

 

 


POWER-RAKETE OTAM 85 GTS - 5.200 PS

 

OTAM ist die Abkürzung für Organizzazione Tigullio Assistenza Motoscafi, die 1954 als eine der ersten Werften in der Region Ligurien gegründet wurde. "Made in Italy one off" ist der Slogan, der alle Werte der Marke umfassen soll. Der neueste Wurf der Powerboat-Werft mit dem Namen 85 GTS hat unglaubliche 5.200 PS und wurde als eine der Aufsehen erregenden Premieren beim Yachting Festival in Cannes präsentiert. life@sea ging für einen aufregenden Sea-Trial an Bord. Text_Matt. Müncheberg Fotos_Otam

 

 

 

 

 

 

Auch wenn man dieses Boot und diese Werft nicht kennen sollte, was äußerst unwahrscheinlich ist, ist die OTAM-Sportyacht-Werft aus Ligurien doch seit langem international bekannt für ihre aufsehenerregenden Entwürfe, selbst dann bleibt man unwillkürlich beim Schlendern auf den Stegen des Yachting Festivals in Cannes vor der neuen 85 GTS stehen.

 

Die 25,85 Meter lange, sechs Meter breite und 67 Tonnen verdrängende, schwimmende „Power-Rakete“ schwoit da an den Festmacherleinen wie ein in Ketten gelegter Leopard, tief grummelnd und bereit zum Sprung – wenn man ihn nur endlich von seinen Fesseln befreien würde. Kräftig wie ein Raubtier, das ist (um im Bild zu bleiben) die neue OTAM jedenfalls; schließlich sind es nicht weniger als 5.200 PS, welche das Geschoss antreiben. Diese kommen aus zwei MTU-Motoren des Typs M96L mit jeweils 2.600 PS, kombiniert mit zwei Arneson-Antrieben. So soll die Raubkatze bis zu 45 Knoten (83,3 km/h) schnell sein können. Noch Fragen?

 

Bei unserem Sea-Trial in Cannes im September brachten wir es dann sogar auf 48 Knoten Höchstgeschwindigkeit – das sind 89 km/h, nicht schlecht für ein so schweres Boot. Der Blick achteraus zeigte eindrucksvoll, mit welcher Macht unter dem Heck die überdimensionierten Schrauben Druck für den Vortrieb aufbauen – eine riesige Fontäne im weiß aufgewirbelten Heckwasser stand während der gesamten Zeit des Sea-Trials als Zeichen der Kraft und der Geschwindigkeit – Adrenalin pur.

 

Allerdings war bei 2.370 Umdrehungen nicht nur die Geschwindigkeit des „Riesen-Toys for boys“ spitzenmässig, sondern auch der Verbrauch: die Motoren schluckten bei High Speed sage und schreibe 514 Liter – jeweils! Selbst bei einem 8.000 Liter fassenden Kraftstofftank währt dieser Traum also maximal siebeneinhalb Stunden – dann muss der Tank neu befüllt werden; und einmal Volltanken, das macht bitteschön 11.000 Euro! 

 

Doch das dürfte den potentiellen OTAM-Käufer wohl eher weniger scheren, ebenso wie die ökologische Seite der Verbrauchs-Situation an Bord. In Zeiten, in denen die Zeichen auf Kraftstoff-Einsparung, intelligenten Lösungen zur Verbrauchsreduzierung und diesel-elektrischen Hybridantrieben stehen, setzt OTAM auf brachiale Gewalt durch traditionelle Antriebe. Warum diese Philosophie funktionieren kann? Nun, weil diese mittlerweile durchaus anachronistisch daherkommende Attitüde von vielen potentiellen Eignern gewollt ist. Und zwar genau so.

 

„Die neue 85 GTS ist die natürliche Weiterentwicklung der "One-off " – Philosophie von OTAM, sagt Gianfranco Zanoni, CEO von OTAM, bei der Vorstellung des schwarzen Luxus-Flitzers in Cannes. Diese Philosophie ziele darauf ab, Eigentümern, die nach exklusiven Lösungen suchen, die ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechen, eine größtmögliche Flexibilität zu bieten – und zwar ohne Einschränkungen, sagt Zanoni. Wünscht der Kunde eine maximale Motorisierung für maximalen Speed, dann bekommt er diese eben. So einfach ist das. „Customizing ohne Grenzen“ nennt Zanoni das.

 

Bei den Fans der Marke, gut situierten Power-Junkies, die es sich ohne weiteres leisten können, mal eben in einer Stunde 1.000 Liter Sprit zu verbrennen, kommt das gut an. Klimawandel? Umweltbewusstsein? Ist hier (noch) kein Thema. Man feiert sich und den Umstand, dass zu rauschenden Festen auch schnell dahinrauschende Boote gehören. So will denn auch Matteo Belardinelli, Sales & Communication Manager bei OTAM, lieber das Thema wechseln.

 

„Die Entstehung der neuen 85 GTS geht auf die 2017er Ausgabe des Cannes Yachting Festival zurück“, erklärt der smarte Italiener. Damals habe die Werft die  OTAM 80 vorgestellt. Eine „Reihe von Kunden“ habe daraufhin ihr Interesse an einer "anderen und offenen oder halboffenen" Version dieser Yacht, bekundet (die gern auch noch ein wenig größer und stärker und schneller hätte sein dürfen). So sei die 85 GTS entstanden, die nun stolz präsentiert wurde.

 

Das Design und die Konstruktion dieses „einmaligen schnellen Cruisers“, der von einem Paar MTU-Motoren mit jeweils 2.600 PS und einem Arneson-Getriebe angetrieben wird, sei das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit des CEO Gianfranco Zanoni, der höchstselbst (als OTAM-Maschinenbau-Ingenieur) auch als Produktionsleiter und Tester fungiert habe, und Umberto Tagliavini von Marine Design & Services. Das in Paris ansässige Architekturbüro „JDA“ Joseph Dirand, vertreten durch Maxime Foster, kümmerte sich auf Wunsch des Kunden um alle Details der Inneneinrichtung und des Designs. Max Riedl von der deutschen Firma Cornelsen & Partner fungierte als Sachverständiger für die Technik und vertrat den Eigentümer. Damien Sauvage von Sauvagepowerboats zeichnete schließlich für die ordnungsgemäße Inbetriebnahme verantwortlich.

 

JDA entwickelte eine Yacht, deren Außenbereich große Aufenthalts- und Entspannungsareale vorsieht, bei denen „die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden berücksichtigt“ worden seien, der diese Einheit als „Tag der offenen Tür“ für sein Sommergrundstück bestellt habe, sagt Joseph Dirand. „Die zwei zentralen Tische“, erklärt der Designer, „können abgesenkt werden und so im Handumdrehen zwei große Liegen schaffen, die vor Sonne und Wind geschützt sind“. Trotzdem sei ein einfacher und ungehinderter Weg über das Deck möglich. Die neue, halboffene GTS sei daher in der Lage, „sicher und ohne Turbulenzen zu fahren“ und biete „selbst bei Höchstgeschwindigkeiten über 45 Knoten höchsten Komfort an Bord“, sagt Dirand.

 

Davon können wir uns bei unserer Testfahrt vor Cannes selbst überzeugen: Natürlich sollte man sich einen sicheren Sitzplatz suchen, bevor die Hebel auf den Tisch gelegt werden – respektive eines Stehplatzes mit Griffleisten in der unmittelbaren Nähe. Selbst bei High Speed – bei unserem Törn waren das knapp 90 km/h – kam nie ein Gefühl der Unsicherheit auf; Wellen schnitt der tiefe V-Rumpf souverän, Kurven nahm das profilierte Unterwasserschiff ebenso sicher, und Fahrtwind war – jedenfalls im vorderen Teil des Achtercockpits – durch den Schutz des halboffenen Hardtops ebenfalls kein Thema. Dieses besteht aus modernen Verbundwerkstoffen, die speziell nach den Vorgaben des Kunden modelliert wurden. Es integriert die Lufteinlässe der Motoren, schützt die geselligen Bereiche  im Freien und verbirgt perfekt den Mechanismus zum Öffnen des Verdecks. Nur wer lange Haare hat oder eine Cap aufgesetzt hat, sollte bei hoher Geschwindigkeit lieber nicht auf der Heck-Sitzbank im Achtercockpit Platz nehmen – hier wirbelt der Fahrtwind ordentlich; und Gespräche sind quasi nur noch brüllend möglich.

 

Trotz der brachialen Kraft des Bootes habe man den „eleganten Charakter des Bootes betonen“ wollen, sagt Dirand. Das sei erreicht worden, indem man die Linien des Aufbaus so weit wie möglich gestreckt habe. Auch die Verkleidung des gesamten Decks mit durchgehendem Teak habe dabei geholfen, dieses Designmerkmal zu erreichen. Alle Elemente, die diese glatte Qualität beeinträchtigten, seien konsequent beseitigt worden.

 

„Wir haben an der Flexibilität der offenen / geschlossenen Dualität gearbeitet“, sagt Dirand; die  Herausforderung habe dabei darin bestanden, „geschützte Räume anzubieten, die trotzdem luftig und hell“ seien sollten. Auch das Schiebedach zeigt dieses Bemühen: es soll sich so weit wie möglich öffnen lassen, um möglichst viel Licht hereinzulassen – und dabei doch möglichst windgeschützt sein.

 

Mit der neuen GTS von OTAM lässt es sich jedoch nicht nur trefflich schnell cruisen; auch für ein komfortables Leben an Bord wurde gesorgt. Dafür stehen zwei groß dimensionierte Master-Suiten, jeweils mit eigenem Bad, die im Bug und in der Mitte der Yacht (hier geht die Kabine über die gesamte Schiffsbreite) angeordnet wurden. Es gibt eine praktische Kombüse gegenüber des Salons mit einer Essecke; hier befindet sich auch ein weiteres Gäste-Bad. Die Mannschaftsräume im Bug wurden unabhängig von den VIP- und Gäste-Bereichen  eingerichtet.

 

Übrigens: wer sich nicht daran stört, dass es seine neue Power-Rakete statt der mit MTU-Motorisierung avisierten 45 Knoten (83 km/h) High Speed „nur“ auf 38 Knoten (70 km/h) bringt, der kann sich bei der Wahl der Motoren auch für das Volvo IPS 1.350-System mit jeweils 1.000 PS (als Dreifach-System) entscheiden. Die nach vorn gerichteten, gegenläufigen Doppelpropeller und die einzeln ansteuerbaren Pods dürften für einen deutlich niedrigeren Kraftstoffverbrauch und bessere Emissionswerte als herkömmliche  Anlagen sorgen. Detaillierte Verbrauchswerte hierzu liegen (noch) nicht vor. Außerdem wird eine Option mit 2 CAT-Dieseln mit jeweils 1.925 PS angeboten. OTAM, Via Cibrario 2, 16154 Sestri Ponente (Genua) – Italien, Tel .: +39 010 60 190 212, otam.it.

 

 

TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN

Gesamtlänge: 25,75 m

Länge Wasserlinie: 23,95 m

Breite: 6 m

Verdrängung: 67 t

Kraftstoff: 8.000 l

Wasser: 1.000 l

Grau- / Schwarzwasser: 350 / 350 l

Motoren: 2 x MTU M96L 2.600 PS bei 2.450 U / min

Getriebe: 2 x ZF 3070 Rid 2,5 : 1

Antrieb: 2 x Arneson Drive ASD 15°1L

Cruising speed: 38+ kn, Maximum speed 45+ kn (Werftangaben)

Höchstgeschwindigkeit bei Test (abgelesen): 48 kn (89 km/h)

Reichweite @ cruising speed: 350 sm

RINA CE category “A” classification

 

 

Das Otam-Sortiment ist derzeit in „Fast & Iconic“ und „Custom Range“ unterteilt. „Fast and Iconic“ umfasst die Yachten 45’, 58 Open oder HT, 65 HT und 80 HT sowie die jüngsten Mitglieder der Otam-Familie, die Yachten 85 GTS und 100’. Die Produktion von maßgefertigten Aluminium-Superyachten mit einer Länge von 24 bis 42 Metern begann 2014. OTAM Custom Range arbeitet eng mit den Kunden zusammen, um deren Vision in eine maßgefertigte „One Off“ -Yacht umzusetzen, die sich stark von der Massenproduktion unterscheiden können soll. Die Werft sieht sich hier selbst als ein „Labor, in das Kunden oder Designer ihre Projekte einbringen, entwickeln und bauen“ können sollen. Das Otam Co-Design Lab arbeitet derzeit mit einigen der wichtigsten italienischen und internationalen Designbüros zusammen, darunter Tommaso Spadolini, Umberto Tagliavini, Achille Salvagni, Cristiano Gatto, Paolo Martin, Francesco Guida Design und BG Design Firm. Das in Paris ansässige Architekturbüro JDA hat sich kürzlich ebenfalls angeschlossen.