neu 2019 im mari-team-Verlag, Berlin: 

 

GAUGUINS HUND - Kreuzfahrt nach Hiva Oa 

 

Hiva Oa ist ein polynesischer Name, er bedeutet „Langer Firstbalken“. Eine Insel im Südostpazifik trägt diesen Namen. Von Papeete aus läuft die HIRO diese zweitgrösste Insel des Marquesas-Archipels auf einer vierzehntägigen Fahrt regelmässig an. An Bord des Schiffes finden die zwei Wochen statt, die in diesem Buch erzählt werden. Der Autor begibt sich mit der HIRO auf den „Törn seines Lebens“: nacheinander werden Takapoto, die Marquesas mit den Inseln Nuku Hiva, Ua Pou, Hiva Oa, Fatu Hiva, Tahuata, Ua Huka sowie Rangiroa und Bora Bora angelaufen, bevor das Schiff zum Ausgangshafen zurückkehrt. Auf einem Landausflug auf Hiva Oa lernt er die Mitreisende Monique kennen. – Der Erzähler ist entschlossen, diese vierzehn Tage annähernd „autobiographisch“ zu beschreiben: ohne viel Erfundenes, das doch nicht besser auszudrücken vermag, was an Bord tatsächlich geschehen ist. Das Buch ist zugleich eine poetische Bilanz des Autors: ein knappes, dennoch prägnantes und einfühlsames Buch über die Liebe

– zu einem Menschen, zum Meer, zum Leben.

Sergio Pesutic

 

Tom F. Hagen, Jahrgang 1966, arbeitet als Journalist und Autor. Er lebt in Zürich, Berlin, Valparaiso und auf Colletto Enea.

 

 

 

Tom F. Hagen: GAUGUINS HUND - Kreuzfahrt nach Hiva Oa, Todome Edition des mari-team-Verlag, Berlin, 1. Auflage Berlin, 2019. Gestaltung: Jörn Paschke, Umschlagfoto: (c) Tom F. Hagen. 152 Seiten; Paperback, mit einer Karte und einem Foto. Mit einem Vorwort von Bobby Schenk. Preis: 12,95 € (D), ISBN 978-3-00-058779-5. 

Erhältlich bei amazon oder direkt beim Verlag bestellen: todome@web.de.

 


 

 

AUS DEM VORWORT ZUR ERSTEN AUFLAGE:

 

Zweifellos, das sind die schönsten Inseln dieser Welt: Tahiti, Bora-Bora und viele, viele andere in Französisch-Polynesien! Doch wenig bekannt ist, dass es neben diesen Perlen der Natur noch an die hundert weitere dort gibt, die, weil für viele Kreuzfahrtschiffe unerreichbar, vielleicht noch mehr Zauber ausstrahlen. Eine Faszination, der nicht nur die Meuterer der BOUNTY Hollywood-wirksam erlegen waren, sondern auch viele Weltumsegler, die genügend Zeit hatten, um jene Paradiese – verteilt auf einer Fläche von der Grösse Europas – mit ihren kleinen Segelschiffen monatelang zu durchwandern. 

 

Während der fast zehn Jahre, die ich in Polynesien gelebt habe, bin ich mit meiner Yacht unzählige Male in die Tuamotus, die „Inseln unter den Wolken“, bis hinauf zu den Marquesas gesegelt, dorthin, wo einen die Schönheit der grünen Landschaft förmlich zu erschlagen droht. Ich war – man möchte ja schliesslich gern die schönsten Erlebnisse mit anderen teilen – fast ein wenig deprimiert, dass diese Inselwelten den „normalen“ Touristen nicht offen standen und sie somit nie erfahren würden, wie unwiderstehlich zauberhaft und anziehend sie sind. 

 

So zogen es beispielsweise Paul Gauguin und der Chansonnier Jaques Brel vor, ihr Leben dort inmitten der Insulaner zu verbringen – fernab der Verlockungen der mondänen Weltstädte Paris und Brüssel. Nur der Kopra-Schoner, jenes Versorgungsschiff, welches früher unter Segeln, heute mit schwerem Gardener-Diesel, alle Inseln abfuhr, um die Menschen dort mit Lebensmitteln und reichlich Hinano-Bier zu versorgen, konnte die Reisenden ganz Polynesien erleben lassen, wenn diese – gegen ein geringes Entgelt und gänzlich ohne Komfort – mit dem Schlafsack an Deck, viele Wochen durch diese Paradiese getuckert waren, von Inselchen zu Inselchen... 

 

Eine kleine Reederei, selbstverständlich in chinesischer Hand, wie fast alle Geschäfte in der Südsee, hatte diese Marktlücke erkannt und bietet seitdem Rundreisen auf den Spuren der Kopra-Schoner an, für abenteuerlustige Menschen, die auf den üblichen Komfort, den schwimmende „Kreuzfahrt-Paläste“ heute bieten, verzichten können. 

 

So wie Tom F. Hagen, Autor und „Held“ der in diesem Buch erzählten Geschichte, der auf der HIRO als Tourist (wenn auch „inkognito“ in „dienstlicher“ Mission) für zwei Wochen einschifft, um Polynesien im Wortsinne zu er-„fahren“. Es dauert nicht lange, bis er dem Zauber der Südsee erliegt – und dem Charme einer Mitreisenden aus Frankreich. Oder ist es gerade umgekehrt?

 

Wir erfahren das Alles in dieser wunderbar feinfühligen Erzählung. Und werden so doch wieder daran erinnert, dass das Leben endlich ist, die Liebe jedoch keine Grenzen kennt.

 

Bobby Schenk,

im Mai 2017.